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Die Funktion der Solaranlage

Solarzellen

Die Funktionsweise einer Solarzelle unter Sonneneinstrahlung ist in diesem Bild schematisch dargestellt. Typisch für alle Solarzellentypen ist, dass immer Gleichspannung bzw. Gleichstrom erzeugt wird. Solarzellen bestehen aus mehreren dünnen Schichten aus Halbleitermaterialien. Weltweit wird für die Solarzellenherstellung fast immer (zu 98%) auf Silizium als Basismaterial zurückgegriffen. Silizium bietet den Vorteil, als zweithäufigstes Element der Erdkruste in ausreichendem Mass verfügbar und umweltverträglich zu sein. Je nach Herstellungsverfahren unterscheidet man drei Arten von Silizium Solarzellen: Monokristalline, multikristalline und amorphe Solarzellen.

Während für kristalline Zellen meist ein gezogener bzw. gegossener Siliziumkristall in Scheiben gesägt und weiterverarbeitet wird, werden amorphe Zellen mit deutlich geringerem Material- und Energieaufwand auf ein Trägermaterial aufgedampft. Allgemein werden diese weniger materialaufwändigen Zellen Dünnschicht-Solarzellen genannt. Nicht-Siliziumzellen bestehen aus anderen Halbleitermaterialien wie z.B. Kupfer-Indium-Diselenid (CIS).




Solarmodule

Eine Anzahl von kristallinen oder Dünnschicht-Solarzellen miteinander zu grösseren Einheiten verschaltet und witterungsbeständig verpackt wird Solarmodul genannt. Als Verpackungsmaterial kommen auf der Vorderseite meist Glas, teilweise Kunststofffolien zum Einsatz. Für die Rückseite werden häufig Kunststofffolien, aber auch Gläser verwendet. Die Solarzellen befinden sich dazwischen in einem transparenten Material eingebettet, das gleichzeitig das Modul als Ganzes zusammenhält.


Die komplette netzgekoppelte Solarstromanlage

Die netzgekoppelten Solarstromanlagen besitzen keine Speicherbatterie. Ein netzgekoppelter Wechselrichter wandelt den von den Solarzellen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, und speist die elektrische Energie direkt ins öffentliche Stromnetz ein. Der produzierte Solarstrom kann dann an einem beliebigen Ort genutzt werden. Netzgekoppelte Systeme werden im bebauten Raum häufig in oder auf Gebäudeflächen sowie als selbstständige Grossanlagen im Freiland realisiert. Bei der Gebäudeintegration von Photovoltaik Anlagen werden die Solarstrommodule neben der Stromproduktion nach Möglichkeit multifunktional als dichte Gebäudehülle (Dach und Fassade) oder zu Beschattungszwecken verwendet. Länder mit begrenzt verfügbaren Ressourcen setzen seit Ende der 1980ger Jahre in erster Linie auf die Realisierung von Solarstromanlagen im bebauten Raum.


 
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